Manga, ein Begriff, der inzwischen weltweit bekannt ist, hat eine langjährige Geschichte hinter sich, die tief in das kulturelle und gesellschaftliche Spektrum Japans reicht. Der Begriff selbst wird aus dem Japanischen übersetzt und bedeutet soviel wie “gezeichnete Buch”. Dieser Name spiegelt jedoch nur ansatzweise den Umfang des Genres wider, das sich über Comics, Romane, Illustrationen und sogar Filme erstreckt.
Die Geschichte der Manga beginnt bereits in der Meiji-Periode (1868–1912), als japanische Zeichner www.mangacasino1.de westliche Kunsttechniken aufgriffen und sie mit eigenen kulturellen Elementen verbanden. Ein früher Vertreter dieses Genres ist der Cartoonist Rakuten Kitazawa, der 1905 den ersten Manga-Band veröffentlichte.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die japanische Comic-Landschaft jedoch kontinuierlich weiter und erweiterte ihren Stil und ihre Inhaltsrichtungen erheblich. Mit dem Aufkommen von Shonen-Manga (junge Männer) in den fünfziger Jahren wurde ein neuer Markt für jugendliche Leser geschaffen, der sich bald auf internationalen Märkten etablieren sollte.
Mangas können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, die je nach Zielgruppe und thematischen Schwerpunkten variieren. Eine wichtige Einteilung ist zwischen Shonen-Manga für junge Männer, Shojo-Manga für Mädchen oder Frauen und Seinen-Manga als Unterhaltungs- und Erotik-Manga. Diese Kategorien sind jedoch nicht immer klar definiert.
Ein zentraler Aspekt von Manga ist die Besonderheit seiner Illustrationen, die oft dynamisch, expressiv und detailreich gestaltet werden. Die Zeichner legen großen Wert auf eine intensive Ausdrucksmöglichkeit durch linke und rechte Bilderfolge. Auch wenn das Genre in westlichen Ländern vor allem mit Cartoons und Comic-Strips assoziiert wird, vermitteln die meisten Mangas keine einfachen Geschichten.
Eine weitere interessante Tatsache über Manga ist ihre kulturelle Relevanz. Viele Werke beschäftigen sich nicht nur mit der japanischen Kultur an sich, sondern auch mit Themen wie Identität, Macht und Gesellschaft, auf welche Weise diese im Laufe der Zeit verändert werden.
Eines der bekanntesten Mangas weltweit ist die Serie Dragon Ball von Akira Toriyama. Diese Geschichte hat nicht nur millionenfach in Japan und anderen Ländern verkauft, sondern auch eine wahre Kultfigur für Fans aller Altersgruppen geschaffen. Ebenfalls berühmt ist der Manga “Naruto”, ein Werk des Schöpfers Masashi Kishimoto.
Als sich die Weltwirtschaft im 19. Jahrhundert in Bewegung setzte, wurde Japan aufgefordert, seine kulturellen Traditionen zu verändern und westliche Ideale wie Individualismus nachzuvollziehen. Dies führte dazu, dass Manga ein breiteres Publikum gewinnen konnte.
Eine wichtige Rolle spielt im Bereich des Mangas der so genannte “Editor”. Der Editor ist nicht nur für die Herausgebersachen verantwortlich, sondern fungiert gleichzeitig als Redakteur. Die Editor haben viel Einfluss auf den Stil und Inhalt des Manga. Wenn ein Manga enttäuschende Verkaufszahlen bringt wird der Autor möglicherweise durch einen anderen Manga-Verlag übernommen.
Auch in westlichen Ländern erfreut sich Manga heute einer immer größer werdenden Popularität. Es gibt sowohl Hardcover-Ausgaben als auch digitale Versionen von Mangas, die als E-Books ausgestaltet sind. Die digitale Verbreitung führte zur Gründung vieler Anbieter wie Crunchyroll und Funimation, die diese Inhalte weltweit verbreiten.
Die Besonderheit der japanischen Comics-Medien liegt im weitgehenden Fehlen von politischer Kritik oder sozialen Gegenwarts-Reflexion. In den Manga-Büchern selbst wird die Gesellschaft Japans als friedlich und harmonisch dargestellt, mit Ausnahme einzelner spezieller Episoden.
Im Jahr 2000 wurden der erste offizielle Handel von Manga in Spanien eingerichtet. Der größte Manga-Verleger ist in Asien ein chinesischer Verleger.